Begleitungen im Schulkontext

Hintergründe und Zielsetzung

Um „unerwünschtes“ Verhalten von SchülerInnen in eine gelingendere Kooperation mit den Lehrkräften und dem Klassenverband zu transformieren, reicht es nicht, dieses zu bekämpfen, sondern es geht darum, die darin enthaltenen Ressourcen zu sehen und für die Entwicklungsförderung zu nutzen.

„Störende“ Verhaltensweisen bilden in dieser Herangehensweise den Anlass, um tragfähige und förderliche Bedingungen der Zusammenarbeit aller Beteiligten zu schaffen und damit die Entwicklung sozial erwünschten Verhaltens zu fördern. Auffälligkeiten können in diesem Sinn als erster Schritt hin zu einer Verbesserung, sozusagen als Lösungsversuch der Kinder und Jugendlichen für drängende bestehende Probleme betrachtet werden.

Um eine nachhaltige Problemlösung zu ermöglichen, gilt es, komplexe systemische Zusammenhänge zu berücksichtigen sowie sozialen und gesellschaftlichen Hintergründen für abweichendes Verhalten von Kindern und Jugendlichen Rechnung zu tragen. Auffälliges Verhalten von SchülerInnen muss deshalb zugleich innerhalb und ausserhalb der Schule bearbeitet werden.

Je früher die Wahrnehmung von individuell ungünstigen Entwicklungen erfolgt, desto eher kann das Ziel, die Kinder und Jugendlichen im vertrauten Umfeld zu behalten, erreicht werden.

Auf der Basis eines professionellen Verstehens von Lebenssituationen und emotionalen Befindlichkeiten suchen die Fachleute von espace libre nach Ressourcen, die auch in unerwünschten Verhaltensweisen angelegt sind. Damit ermöglichen sie einen Wechsel der Blickrichtung weg vom besonders „schwierigen“ Kind bzw. Jugendlichen hin zum Entwickeln der Bereitschaft und Offenheit zur Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Angebote von espace libre FamilienCoaching - ggf. in Kooperation mit anderen Fachstellen:

  • Systemische Familienarbeit mit Einzelberatungen und Begleitungen für Kinder und Jugendliche
  • Beratung und Begleitung bei angedrohten Schultimeouts und Time-out-Begleitungen
  • Biografie- und Timeline-Arbeit mit Jugendlichen*
  • Klassenintervention bei schwierigen Klassensituationen
  • Coaching von Lehrpersonen und Schulleitungen
  • Netzwerkarbeit im Umfeld der Familien

* Im Mittelpunkt des biographischen Arbeitens steht die konstruktive Aufarbeitung, Bewältigung und Planung der eigenen Lebensgeschichte. Ziel dieses Prozesses ist es, sowohl Lerngrenzen in der Biographie zu identifizieren als auch Prozesse der Überwindung und Verschiebung von Lerngrenzen in Gang zu setzen.

 

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